Sina R., Industriekauffrau, Frühjahr 2019 in Wales

Anreise

Nach dem alles vorbereitet und die Koffer gepackt waren, startete ich meine Reise am 30.03.2019 von Bremen aus vorerst nach Amsterdam. Leider hatte ich bei meinem ersten Flug eine kleine Verspätung, aufgrund vereister Flugblättern des KLM-Flugzeuges, doch nach ungefähr 55 Minuten Flugzeit kam ich schließlich gut in Amsterdam an. Alles war super organisiert. Um meinen Koffer musste ich mich nicht weiter kümmern, daher konnte ich mich in aller Ruhe auf die Passkontrolle an dem riesigen Flughafen Schiphol vorbereiten.

Nach weiteren 55 Minuten Flugzeit kam ich dann endlich an meinem finalen Ziel Cardiff in Wales an.

Nachdem ich meinen Koffer abgeholt hatte, ging ich direkt zu dem Bus, den meine Vermieterin mir empfohlen hatte. Auf dem Weg zum Cardiff-City-Centre kam ich direkt mit einer netten Dame in Kontakt. Diese hat sich mir direkt angenommen und mich bis zum Bahnhof in Cardiff begleitet.

Durch die vielen neuen Eindrücke und der atemberaubenden Landschaft von Wales vergingen die letzten 20 Minuten im Zug in Richtung Caerphilly wie im Flug. 

Vom Bahnhof in Caerphilly waren es dann nur noch 5 min zu Fuß bis zu meiner Unterkunft. Ich wurde herzlich von meiner Vermieterin in Empfang genommen.

Unterkunft

Während meines Auslandspraktikums in Wales wohnte ich in einer Art WG  von zwei jungen sehr netten Frauen, und deren Hund. Das Haus war ein Reihenhaus im typischen viktorianischen Stil mit Sicht auf die wunderschöne, hügelige Landschaft von Wales.

Die Unterkunft hatte ich ein paar Monate zuvor über Airbnb gesucht und direkt gebucht. Der Kontakt mit der Gastgeberin verlief einwandfrei. 

Ich hatte ein sehr schönes Zimmer mit einem eigenen Badezimmer. Die Küche, sowie das Wohnzimmer durfte ich ebenfalls mitbenutzen.

In unmittelbarer Nähe befanden sich große und sehr interessante Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel eines der größten mittelalterlichen Burgen in ganz Wales. Auch meine Praktikumsstelle war zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen.

en in einer Wohnung gewohnt. Ich kann sagen, das WG-Leben war Neuland für mich!

Arbeit

Mein Auslandpraktikum absolvierte ich in einem Schwesterunternehmen meines Ausbildungsbetriebes in Caerphilly (Wales). Das Unternehmen hat 7 verschiedene Standorte in ganz Wales und England.

Während den 3 Wochen begann meine Arbeitszeit abwechselnd um 08:00 oder 09:00 Uhr und endete um 16:00 Uhr.

Ich arbeitete im Kundenservice, der Personalabteilung, dem Einkauf, dem Produktmanagement, Marketing und im Verkauf und durchlief somit fast alle Abteilungen eines Industrieunternehmens.

Zusätzlich durfte ich mit auf eine dreitägige Geschäftsreise nach Biggleswade und Reading (England), für die das Unternehmen ein Hotel zur Verfügung gestellt hatte.

Insgesamt besuchte ich 6 von 7 Standorten in Wales und England und konnte somit noch mehr interessante Eindrücke gewinnen, als erwartet.

Freizeit

In der Freizeit und an den Wochenenden verbrachte ich viel Zeit die Umgebung zu erkunden. Ich fuhr in die Hauptstadt von Wales und schaute mir einige Sehenswürdigkeiten an, ging in die große Innenstadt und probierte die typisch englische Küche. Des Weiteren verbrachte ich viel Zeit mit meinen zwei Mitbewohnerinnen in Caerphilly.

Meine Arbeitskollegen in Wales haben mich ebenfalls am Wochenende zu verschiedenen Aktivitäten eingeladen. An einem Tag wurde ich zum Beispiel zu dem bekannten und wunderschönen Strand Swansea begleitet.

Fazit

Während meiner 3 Wochen als Praktikantin in einem anderssprachigen Unternehmen in Wales sammelte ich sehr viele neue Erfahrungen. Ich erfuhr mehr über die Historie, eines teilweise sehr unterschiedlichen Landes im Vergleich zu Deutschland. Ich lernte sehr nette und gastfreundliche Menschen kennen, die dafür sorgten, dass ich mich zu jeder Zeit meines Praktikums wohl fühlen konnte. 

Am eindrucksvollsten fand ich das Kennenlernen der Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Arbeitswelt verschiedener Länder. 

Eine große persönliche Erkenntnis für mich war, dass ich von vielen Einheimischen, das Feedback bekommen habe, dass ich ein sehr gutes Englisch spreche, welches mich in jeder Situation gut zurechtkommen lassen hat.

Ich kann jedem empfehlen diese Herausforderung, aber auch wunderbare Chance zu nutzen, denn die gewonnenen Erfahrungen stellen nicht nur eine berufliche, sondern auch eine persönliche Bereicherung dar.