Hasan E., Kaufmann für Dialogmarketing, Frühjahr 2019 in Malta

Anreise

Die Reise begann für mich am Donnerstag, den 28. März 2019, um 7:30 Uhr in Bremen. Da ich allerdings keinen Direktflug von Bremen nach Malta gebucht hatte, musste ich einmal in München umsteigen. Als ich dann nach einem circa dreistündigen Flug mit Lufthansa auf Malta landete, wartete schon ein Taxifahrer auf mich. Dieser hatte einen Umschlag dabei, in welchem sich der Schlüssel zu meiner Wohnung sowie Informationsmaterial mit ein paar Daten zu meinem Aufenthalt befanden.

Unterkunft

Während meiner gesamten Zeit auf Malta musste ich einmal die Unterkunft wechseln. Zuerst habe ich fünf Tage in einer sehr großen Wohnung in Burmarrad gewohnt. Für diese kurze Zeit hatte ich die Wohnung ganz für mich alleine. Der Grund für meinen Umzug hat sich aus der Anfahrtsstrecke ergeben, da ich mit dem Bus von meiner Unterkunft aus knapp zwei Stunden zu meinem Arbeitsplatz gebraucht habe. Meine zweite Unterkunft war in Attard. Dort habe ich gemeinsam mit zwei Portugiesen, zwei Spaniern und einem Deutschen in einer Wohnung gewohnt. Ich kann sagen, das WG-Leben war Neuland für mich!

Arbeit

Am Montag, den 1. April 2019, hatte ich meinen ersten Arbeitstag im Ministerium für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Klimawandel. Zur Arbeit bin ich immer mit den Bus gefahren (von Attard nach Valletta und dann von Valletta zum Ministerium). Malta hat ein relativ ausgebautes Bussystem. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens ist es aber auch sehr langsam und wirklich unzuverlässig. Ich habe jeden Tag circa 1,5 Stunden zur Arbeit gebraucht. Meine Arbeitszeit war von Montag bis Freitag und das jeweils sechs Stunden pro Tag. Über die Komm- und Gehzeiten konnte man selbst entscheiden. Wichtig war, dass man die übergebenen Aufgaben vor dem Feierabend fertiggestellt hatte. Begonnen habe ich dann meistens gegen 8 Uhr, damit ich den Nachmittag noch zum Erkunden der Gegend nutzen konnte. Allerdings wurde ich oft schon etwas früher nach Hause geschickt und konnte den Tag noch in vollen Zügen nutzen. In den vier Wochen wurden mir verschiedene Aufgaben übertragen. Ich habe Dokumente gepflegt und archiviert, Arbeitszeitkonten erstellt, Serienbriefe auf Englisch und Maltesisch erstellt, Seminareinladungen eingetütet und diverse Excel-Tabellen erstellt. Demnach habe ich viel mit Word und Excel gearbeitet. Die Kollegen haben sich untereinander auf Maltesisch verständigt. Die Kommunikation mit mir verlief auf Englisch. Somit konnte ich meine Englischkenntnisse auf der Arbeit auffrischen und erweitern. Das Verhältnis zu meinen Arbeitskollegen war super!

Freizeit

Meine Freizeit und die Wochenenden habe ich hauptsächlich mit der Erkundung der verschiedenen Sehenswürdigkeiten sowie Städte auf Malta verbracht.
Schnell lernte ich auch Leute aus anderen Ländern kennen – wie zum Beispiel aus Russland, Südafrika, Irland, Spanien, Portugal, der Türkei, Österreich sogar aus Deutschland (Köln, Bremen, Freiburg und Hannover). Ursprünglich hatte ich gehofft, dass ich keine deutschen Personen treffe, um mich wirklich nur auf Englisch zu verständigen. Aber im Nachhinein war dieser Mix sogar ganz super! Ich habe täglich etwas mit anderen Leuten unternommen. Auf Malta habe ich so viele verschiedene Dinge sehen und erleben dürfen, dass ich es selbst noch gar nicht in Worte fassen kann. Um es kurz zu fassen, ich habe folgende Orte bzw.

Sehenswürdigkeiten erkundet: Valletta, Gozo, chinesischer Garten, Blue Grotto, Sliema, Mdina, Dingli Cliffs, Gnejna Bay, St. Peters Pool, Popeye Village, Mosta und das Beste kommt zum Schluss – die Blaue Lagune auf Comino. Ich empfehle jedem, der auf Malta ist, diese Orte anzuschauen. Das IST wirklich EIN MUSS!!! Die meisten Ziele habe ich dabei mit dem Bus erreicht. Dies hat manchmal jedoch sehr lange gedauert, da sehr viel Verkehr auf Malta herrscht. Es kam vor, dass ich bis zu 1,5 Stunden auf einen Bus warten musste, der überfüllt war. Ebenfalls kam es vor, dass der Bus gar nicht gekommen ist. Darüber hinaus bin ich aber auch viele Kilometer gelaufen und viel gewandert.

Fazit

Am Freitag, den 26. April, ging die Reise für mich auch schon wieder zu Ende. Ich bin sehr begeistert von meinem Auslandspraktikum auf Malta. Ich hätte nicht erwartet, so viele Erfahrungen in so kurzer Zeit zu sammeln. Das waren bis jetzt meine schönsten vier Wochen in meinem Leben. Im Nachhinein wäre ich sogar auch einen Monat länger geblieben. Jeder, der eine Chance auf ein solches Auslandspraktikum bekommt, sollte diese auch wahrnehmen. Denn so eine Möglichkeit bekommt man kein zweites Mal! Ich habe meine Englischkenntnisse in den vier Wochen enorm erweitern können. Zudem hat das Auslandspraktikum viel zu meiner persönlichen Weiterentwicklung beigetragen.

Da neben Maltesisch auch Englisch Amtssprache ist, konnte ich ebenfalls meine Englischkenntnisse verbessern.und habe gelernt mit fremden Situationen selbstsicherer umzugehen.

Alles in allem ging die Zeit jedoch viel zu schnell vorbei und ich wäre gern noch etwas länger geblieben.