Zum Hauptinhalt springen
Aktuelles

Berufsschulprojekt für Tiermedizinische Fachangestellte

Auch in diesem Schuljahr haben unsere Tiermedizinischen Fachangestellten im ersten Ausbildungsjahr mit großem Interesse am Berufsschulprojekt „Kommunikation mit dem trauernden Tierhalter“ teilgenommen.

Wie verhalte ich mich, wenn ein Tier eingeschläfert werden muss? Wie kann ich den Tierhalter in dieser schwierigen Situation unterstützen? Ist es schlimm, wenn ich auch selbst bei der Einschläferung eines Tieres weinen muss? Diese und andere Fragen wurden im Rahmen der Schulung ausführlich diskutiert. Referentin Svenja Holle vom Kleintierkrematorium Rosengarten engagiert sich seit einigen Jahren dafür, dieses wichtige Thema bereits frühzeitig im Rahmen der Ausbildung zu thematisieren. Denn der Tod von Haustieren gehört zum unvermeidlichen Alltag in tierärztlichen Praxen und Kliniken.

Die Schülerinnen der TF1A haben Ihre Gedanken zum Projekt im Rahmen des Deutschunterrichts zu Papier gebracht. Hier einige Auszüge:

„Als uns in der Schule mitgeteilt wurde, dass ein Projekt zum Thema Euthanasie stattfinden wird, habe ich mich zunächst gefragt, wie man einen Schultag mit diesem Thema füllen kann und mir bis dahin auch noch nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht. Wenn es in der Praxis zu einer Euthanasie gekommen ist, habe ich bislang aus der Situation heraus gehandelt und die richtigen Worte gesucht. Dass man dabei aber sehr viele Fehler machen kann, habe ich heute sowohl praktisch als auch theoretisch von einer Person mit sehr viel Fachkompetenz gelernt (…)“ (Anne Helmer)

„Der Besuch vom Rosengarten-Team war für mich persönlich sehr interessant. Im Praxisalltag bietet sich meist nicht die Zeit über das Thema Euthanasie so ausgiebig nachzudenken (…). Welche Emotionen der Besitzer durchmacht, wie man ihn am besten in dieser Situation unterstützt, welche Kremierungsmöglichkeiten der Rosengarten anbietet und was überhaupt mit den Tierkadavern passiert, die von der TKB abgeholt werden, war mir bis dahin noch nicht so bewusst. Sehr hilfreich für die weitere Praxiszeit waren die Gestaltungsmöglichkeiten einer wünschenswerten Euthanasie, die man vielleicht auch in der eigenen Praxis anwenden kann. Die Kerze an der Rezeption, zum Zeichen für wartende Patienten, dass gerade eine Euthanasie stattfindet, haben wir für unsere Praxis z.B. übernommen. Auch das Rollenspiel mit den verschiedenen Besitzertypen hat mir geholfen, besser zu reagieren.“ (Ann-Kathrin Mommert)

„Euthanasie ist in der Praxis kein Thema, welches ausführlich erklärt wird. Somit finde ich es toll, wenn engagierte Menschen sich die Zeit nehmen und es uns erläutern und Tipps geben, wie am besten damit umgegangen wird. Svenja hat den Vortrag spannend, abwechslungsreich und einfühlsam gehalten und uns aktiv mit eingebunden. (…) Ich habe nun eine andere Haltung gegenüber Menschen, die ihr Tier verlieren, und fühle mich besser vorbereitet.“ (Merle Heyenga)

Aufgrund der besonderen Bedeutung dieser Thematik und den vielen positiven Rückmeldungen unserer Schüler/innen wird dieses Projekt auch in den kommenden Jahren jeweils im ersten Ausbildungsjahr in den TFA-Klassen durchgeführt. Wir freuen uns daher auf die weitere Zusammenarbeit mit dem engagierten Team des Kleintierkrematoriums Rosengarten.