Im Folgenden finden Sie eine Übersicht häufig gestellter Fragen zur Fachoberschule Informatik (FOI). Die Zusammenstellung dient der ersten Orientierung und soll Transparenz zu Abläufen, Voraussetzungen und Perspektiven schaffen.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um eine offene und fortlaufend erweiterte Liste handelt. Sollten Ihre Fragen hier nicht beantwortet werden, senden Sie uns diese gerne per E-Mail an ha@bbs-harentor.de.

Wir nehmen Ihre Anregungen auf und ergänzen die FAQ fortlaufend, um zukünftigen Bewerberinnen und Bewerbern eine möglichst umfassende Informationsgrundlage zu bieten.

FAQ Über die Schulform und Schule

Die Bewerbung für die Klasse 11 und 12 erfolgt ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal der BBS Haarentor in der Zeit vom 1. bis 20. Februar eines Jahres. Das Portal finden Sie auf unserer Startseite im entsprechenden Zeitraum. Im Anschluss an die digitale Anmeldung sind die im Portal geforderten Unterlagen sowie das Bewerbungsblatt in schriftlicher Form im Sekretariat der BBS Haarentor einzureichen. Nach der Auswertung der Daten erhalten Sie unaufgefordert eine Nachricht von uns.

Als innerstädtisch gelegene Schule mit begrenztem Parkraum wünschen wir uns, dass möglichst viele Schüler*innen mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Das ist nachhaltig, flexibel – und macht unabhängig vom Verkehr. Dafür stehen eigens eingerichtete Fahrradabstellflächen zur Verfügung. Bitte nutzen Sie ausschließlich diese Abstellplätze.

Alternativ erreichen Sie uns bequem mit dem Bus über die VWG:

  • Die passende Haltestelle heißt: Katholischer Friedhof – BBS Harentor

  • Linien: 309310 und 350

  • Vom ZOB beträgt die Fahrzeit nur ca. 8 Minuten

  • Die Haltestelle liegt direkt gegenüber der Schule

Beachten Sie bitte: Am Morgen sind die Busse oft sehr voll. Planen Sie daher ggf. ein, einen früheren Bus zu nehmen.

Für Schülerinnen, die von weiter außerhalb anreisen, stehen in begrenztem Umfang PKW-Parkplätze zur Verfügung. Wir bitten insbesondere unsere BFS Dual-Schülerinnen, diese Parkplätze für Mitschüler*innen freizuhalten, die aus entfernteren Regionen wie Emden, Osnabrück oder Bremen anreisen.

Einen ausgefüllten Antrag für ein ermäßigtes Busticket bestätigen wir Ihnen gerne, sodass Sie ein entsprechendes Ticket bei der VWG beantragen können.

Bitte beachten Sie: Ein kostenloser Busverkehr – wie er Ihnen möglicherweise von Ihrer vorherigen Schule bekannt ist – wird an keiner berufsbildenden Schule in Oldenburg angeboten. Die entstehenden Fahrtkosten sind daher von Ihnen selbst zu tragen.

Bereits vor Beginn des Bewerbungsverfahrens findet ein Informationsabend statt. Der Termin wird auf unserer Homepage sowie über die Tagespresse bekannt gegeben.

Während des Schuljahres werden Elternsprechtage durchgeführt. Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern erfolgt der Austausch selbstverständlich mit den Erziehungsberechtigten. Bei volljährigen Schülerinnen und Schülern ist dies möglich, sofern eine entsprechende Einverständniserklärung vorliegt.

Und auch während des Schuljahres ist uns ein Austausch mit Eltern wichtig. Lehrkräfte stehen – außerhalb der Unterrichtszeiten – für telefonische Gespräche oder persönliche Rücksprachen zur Verfügung.

Darüber hinaus sind Elternvertreterinnen und Elternvertreter zu den Notenkonferenzen eingeladen und wirken im Rahmen der schulischen Mitwirkungsgremien mit.

FAQ zur Bewerbung und Praktikum in der FOS Informatik

Die Bewerbung für die Klasse 11 und 12 erfolgt ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal der BBS Haarentor in der Zeit vom 1. bis 20. Februar eines Jahres. Das Portal finden Sie auf unserer Startseite im entsprechenden Zeitraum. Im Anschluss an die digitale Anmeldung sind die im Portal geforderten Unterlagen sowie das Bewerbungsblatt in schriftlicher Form im Sekretariat der BBS Haarentor einzureichen. Nach der Auswertung der Daten erhalten Sie unaufgefordert eine Nachricht von uns.

Die im Jahr 2026 als Innovationsvorhaben eingeführte Berufsfachschule dual umfasst ebenfalls einen Schwerpunkt Wirtschaft. Dieser Bildungsgang ist stärker auf die Vorbereitung einer beruflichen Ausbildung ausgerichtet und unterstützt insbesondere den direkten Einstieg in das Berufsleben. Demgegenüber zielt die Fachoberschule Klasse 11 und 12 klar auf den Erwerb der Fachhochschulreife und damit auf ein anschließendes Studium an Fachhochschulen oder Universitäten ab. Sollte sich innerhalb der Orientierungszeit bis zu den Herbstferien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler einen Wechsel bevorzugen, ist dieser in beide Richtungen möglich: Lernende können von der Fachoberschule in die Berufsfachschule dual wechseln. Ebenso können Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule dual mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik bei entsprechender Eignung bis zu den Herbstferien den Besuch der Fachoberschule Klasse 11 in Erwägung ziehen. Diese Transparenz und Durchlässigkeit ist gesetzlich ausdrücklich vorgesehen und wird von uns aktiv unterstützt.

Für den Besuch der Klasse 11 ist ein einschlägiger Praktikumsplatz zwingend erforderlich.

Das Praktikum beginnt nach den Herbstferien des jeweiligen Schuljahres. Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss ein geeigneter Praktikumsplatz verbindlich nachgewiesen werden.

Für die Bewerbung selbst ist ein bereits vorhandener Praktikumsplatz jedoch noch nicht erforderlich.

Wie bereits erwähnt, ist das Praktikum ein zentrales Element der Fachoberschule und fester Bestandteil des Bildungsgangs.

Der Umfang des Praktikums beträgt ab dem Schuljahr 2026/2027 insgesamt 800 Stunden.

Während der Durchführung des Praktikums sind die Schülerinnen und Schüler über den Praktikumsbetrieb versichert.

Ergänzend ist zu beachten, dass das Praktikum einschlägig sein muss. Das bedeutet, der Betrieb soll dem Bereich Wirtschaft, Informatik oder einer Kombination aus beiden Feldern zuzuordnen sein.

Damit kommen unterschiedlichste Unternehmen als Praktikumsbetrieb infrage. In der Vergangenheit absolvierten unsere Schülerinnen und Schüler ihr Praktikum unter anderem bei:

  • IT- und Systemhäusern

  • Versicherungen

  • Reparatur- und Servicedienstleistern

  • Elektronik- und Computerfachhändlern

  • Softwareentwicklungsunternehmen

  • Netzwerk- und IT-Infrastrukturunternehmen

  • größeren Technologieunternehmen

Der Auswahl geeigneter Betriebe sind im Rahmen einer zielgerichteten Bewerbung kaum Grenzen gesetzt, sofern ein klarer Bezug zu wirtschaftlichen oder informatischen Tätigkeiten gegeben ist.

Sie können sich gar nicht früh genug um einen Praktikumsplatz kümmern! Aufgrund der hohen Zahl an Schüler*innen, die gleichzeitig auf der Suche sind, kann es mitunter schwierig sein, rechtzeitig eine geeignete Stelle zu finden. Eine entsprechende Bescheinigung benötigen Sie bis zum Beginn des Schuljahres.

 

Bitte bringen Sie alle erforderlichen Unterlagen – wie z. B. das Abschlusszeugnis Ihrer vorherigen Schule oder, falls bereits vorhanden, einen Praktikumsvertrag – zur Einschulung am ersten Schultag nach den Sommerferien im Original mit.

Wir bitten ausdrücklich darum, diese Dokumente nicht vorab per E-Mail zu senden. Der Grund dafür ist, dass wir die Unterlagen im Original bei der Einschulung einsehen und erfassen müssen.

Sollten Sie bereits Unterlagen im Rahmen Ihrer Bewerbung eingereicht haben, bringen Sie diese bitte erneut im Original mit. Dieser Schritt ist notwendig, da Ihre Bewerbungsunterlagen zu diesem Zeitpunkt bereits archiviert worden sind.

Die formale Einschulung hat in der Regel bereits vor den Sommerferien stattgefunden. Am ersten Schultag nach den Ferien folgt die erweiterte Einschulung.

An diesem Tag werden unter anderem:

  • Aufnahmebögen ausgefüllt,

  • offene Fragen geklärt,

  • der Stundenplan bekannt gegeben und

  • die Zugänge zu unseren digitalen Lernsystemen bereitgestellt.

Eine Begleitung durch Eltern ist nicht notwendig – bitte erscheinen Sie pünktlich und vorbereitet.

Bringen Sie folgende Unterlagen mit:

  • Ihr letztes Abschlusszeugnis im Original,

  • ggf. Nachweise zur Berechtigung am Teilhabepaket

  • Block und Stift zum Mitschreiben.

Beachten Sie, dass häufig benötigte Schulbescheinigungen direkt bei der Einschulung ausgegeben werden. Bitte sehen Sie von Anfragen an das Sekretariat diesbezüglich ab. 

Über die Schulform

Die Informatik ist von Natur aus ein praxisorientiertes Fachgebiet. Gleichzeitig bereitet die Fachoberschule gezielt auf ein späteres Studium vor, das auch theoretische Anforderungen stellt. Beide Aspekte – Praxis und Theorie – werden daher bewusst miteinander verzahnt.

Um den Praxisanteil nachhaltig zu sichern, führen die Schülerinnen und Schüler sowohl in Klasse 11 als auch in Klasse 12 ein agiles Projekt mit Ernstcharakter durch. Das bedeutet: Die Projekte entstehen nicht „für die Schublade“, sondern haben einen realen Auftrag und einen konkreten Nutzen.

In Klasse 11 organisieren und realisieren die Schülerinnen und Schüler beispielsweise einen Benefizlauf für einen guten Zweck – von der Planung über Marketing und IT-Unterstützung bis zur Durchführung.

In Klasse 12 unterstützen sie regelmäßig gemeinnützige Institutionen, etwa durch die Entwicklung und Implementierung von Content-Management-Systemen oder anderen digitalen Lösungen.

So wird sichergestellt, dass die erworbenen Kompetenzen nicht nur theoretisch verstanden, sondern praktisch angewendet und verantwortungsvoll umgesetzt werden.

Anzuschaffende Lehrwerke finden Sie hier ...

Wir arbeiten intensiv mit digitalen Informationsquellen, insbesondere aus dem Internet – darunter auch Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Diese Ausrichtung unterstützt die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt sowie die Förderung selbstständigen Arbeitens und Recherchierens. Aus diesem Grund ist die Anschaffung eines eigenen Notebooks für uns von besonderer Bedeutung, jedoch ist die Beschaffung eines Gerätes keine Pflicht, kann aber den Lernprozess erheblich erleichtern.

Trotz der digitalen Ausrichtung benötigen Sie klassisches Arbeitsmaterial:

  • Schreibblock oder Heft

  • Stifte (inkl. Kugelschreiber und Bleistift)

  • Textmarker

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie dieses Material in jeder Unterrichtsstunde griffbereit haben.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Anschaffung eines Notebooks nicht verpflichtend, jedoch ausdrücklich dringend angeraten.

Der Grund liegt in unserem stark praxisorientierten Unterricht. In mehreren Lernfeldern arbeiten die Schülerinnen und Schüler unter anderem mit einem ERP-System. Solche Anwendungen sind in der Regel nicht sinnvoll auf Tablets oder reinen Mobilgeräten nutzbar.

Auch im Bereich Programmierung, Modellierung und Softwareentwicklung ist ein effektives Arbeiten ohne eigenes Notebook kaum möglich.

Wir empfehlen daher die Anschaffung eines einfachen, funktionsfähigen Notebooks. Ein gebrauchtes Gerät in gutem Zustand ist erfahrungsgemäß bereits ab etwa 350 Euro erhältlich und vollkommen ausreichend.

Das Arbeits- und Sozialverhalten gibt eine Einschätzung darüber, wie sich eine Schülerin oder ein Schüler im Schulalltag verhält – insbesondere in Bezug auf Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Die Bewertung wird von den Lehrkräften auf Grundlage ihrer Beobachtungen im Unterricht vergeben. Sie liefert wichtigen Aufschluss darüber, wie jemand mit Anforderungen umgeht, sich in Gruppen einfügt und Verantwortung übernimmt – Eigenschaften, die auch für die berufliche Zukunft eine zentrale Rolle spielen.

Ein besonderer Aspekt bei uns:
Auch die Anwesenheit im Unterricht fließt mit in die Bewertung ein. Denn regelmäßige und pünktliche Teilnahme zeigt Verlässlichkeit und Engagement.

Folgende Richtwerte gelten dabei:

  • Ab 5 unentschuldigten Fehlzeiten wird das Arbeits- und Sozialverhalten mit „E“ bewertet (entspricht nicht den Erwartungen).

  • Ab 10 unentschuldigten Verspätungen erfolgt ebenfalls eine Herabstufung der Bewertung.

Diese Regelungen sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zu stärken – wichtige Grundlagen für jeden erfolgreichen Bildungs- und Berufsweg.

In der Klasse 11 ist in der Regel keine mehrtägige Schulfahrt vorgesehen. Dies ist darin begründet, dass durch die Kombination aus Schulunterricht und Praktikum nur ein begrenztes Stundenkontingent für zusätzliche Vorhaben zur Verfügung steht.

In der Klasse 12 kann – abhängig von der jeweiligen Klassensituation – eine mehrtägige Klassenfahrt angeboten werden. Diese ist fachlich ausgerichtet und verfolgt das Ziel, Betriebe aus dem Bereich Informatik und Wirtschaft zu besuchen.

Im Mittelpunkt stehen dabei betriebliche Exkursionen, Einblicke in Unternehmensstrukturen sowie der Austausch mit Fach- und Führungskräften aus der Praxis.

Infomationen für Betriebe

Sinn und Zweck eines betrieblichen Praktikums ist es, den Schülerinnen und Schülern einen grundlegenden Einblick in die betrieblichen Abläufe eines Betriebs im Bereich der Informatik zu geben. Durch diese Anforderung bestimmt sich die Ausrichtung des Praktikums.

Ja, denn eine strukturierte Wissensvermittlung und das Ermöglichen von Erfahrungen setzt eine gewisse Strukturierung und Planung voraus. Daher ist die Erstellung eines Praktikumsplans notwendig.

Inhaltlich ist für das Praktikum kein fest umrissener Tätigkeitskatalog vorgeschrieben. Die Tätigkeitsfelder der Informatik sind ebenso vielfältig wie die entsprechenden Betriebe.

Mögliche Einsatzbereiche können beispielsweise sein:

  • Netzwerktechnik

  • Programmierung

  • Webentwicklung und Websitepflege

  • Systemadministration

  • IT-Support

  • kaufmännische Tätigkeiten mit IT-Bezug

Wir gewähren den kooperierenden Betrieben in dieser Hinsicht bewusst ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit, sofern ein klarer Bezug zu Informatik oder Wirtschaft gegeben ist.

Ja. Während der Zeit des Praktikums ist die Praktikantin bzw. der Praktikant über den Betrieb unfallversichert.

Während der Schulzeit besteht Versicherungsschutz über die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) der Schule.

Das Praktikum ist ein unentgeltliches. Dennoch entstehen den Praktikanten und gleichzeitig unseren Schülerinnen und Schülern Kosten des täglichen Lebens. Im Gegensatz zu anderen Schülerinnen und Schülern ist es diesen kaum möglich, nebenher anderweitig ein wenig Geld zu verdienen. Daher begrüßen wir eine kleine finanzielle Unterstützung der Schülerinnen und Schüler.

Unser Ziel ist es, wie bereits erwähnt, die Schülerinnen und Schüler bei ihrer persönlichen Karriere in deren Wunschgebieten zu unterstützen. Sollten Sie nach einem Jahr feststellen, dass der Praktikant gut in Ihr Team passt und Sie ihn in Form einer dualen Berufsausbildung fördern möchten, steht dem nichts im Wege. Den Schülerinnen und Schülern steht nach der Ausbildung immer noch der Weg in die Klasse 12 der Fachoberschule frei.

Mein Name ist Knut Harms. Seit 1999 bin ich an den Berufsbildenden Schulen Haarentor tätig. Es ist für mich ein besonderes Privileg, die Schulform der Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt Informatik in Niedersachsen mitaufgebaut zu haben.

Ich habe versucht, an dieser Stelle die wichtigsten Fragen im Vorfeld zu beantworten und Ihnen einen transparenten Überblick über Struktur, Inhalte und Anforderungen zu geben.

Sollten darüber hinaus weitere Fragen bestehen, scheuen Sie sich bitte nicht, Kontakt aufzunehmen. Meine E-Mail-Adresse finden Sie in der digitalen Visitenkarte auf dieser Seite.